Die NRW-Meistergründungsprämie war – allen wirtschaftlichen Problemen zum Trotz - auch in diesem Jahr stark gefragt. Genau 733 junge Meisterinnen und Meister haben im Jahr 2009 diese Existenzgründungshilfe des Landes in Höhe von 7.500 Euro erhalten.
Damit bleibe die Meistergründungsprämie das „erfolgreichste und aus Sicht des Steuerzahlers kostengünstigste Existenzgründungsprogramm aller Zeiten“, lobte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben den Zuschuss. Im vergangenen Jahr waren 726 Prämien von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) bewilligt worden. Insgesamt haben seit dem Start des Programms in 1995 etwa 12.700 Handwerksmeister den Zuschuss bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit erhalten.
Immer mehr Frauen nutzen die Starthilfe: Der Anteil der geförderten Meisterinnen liegt bei gut 23 Prozent – verglichen mit 19 Prozent im Jahr 2004. Die Selbstständigkeit im Handwerk wird daneben als guter Weg aus der Arbeitslosigkeit heraus angesehen: Mehr als 50 Prozent der Geförderten waren vorher zeitweise ohne Job.
Handwerk
Foto: bilderbox
65.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert
Die Jung-Selbstständigen haben im Durchschnitt – inklusive des Inhabers – 5,1 Beschäftigte. Erfreulich stark engagieren sich die Unternehmen weiterhin bei der Ausbildung junger Menschen: Von den Empfängern der Meistergründungsprämie zwischen 1995 und 2006 haben mehr als die Hälfte mindestens einen Auszubildenden, so dass sich ein Durchschnittswert von 0,7 Lehrlingen pro Betrieb ergibt. Hochgerechnet konnten dank der staatlichen Unterstützung inzwischen etwa 65.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden. Das entspricht einem Zuschuss von weniger als 2.000 Euro pro Stelle.
Ministerin Thoben zitierte eine aktuelle Befragung im Rahmen der LGH-Begleitforschung, wonach sich auch bei der Stimmung unter den Empfängern der Meistergründungsprämie so gut wie keine Krisensymptome zeigen: Fast ein Drittel der Meister bezeichnete ihre derzeitige Geschäftslage als „gut“, nur 14 Prozent als „schlecht“. Jeder Fünfte erwartete für die nächsten Monate eine Besserung, lediglich 13 Prozent sahen „schlechtere“ Aussichten. Der Geschäftsklimaindex sank innerhalb eines Jahres dementsprechend nur leicht von 88 auf 86,3 Punkte. Im Mittel waren die Unternehmen zu 80 Prozent ausgelastet. Der Durchschnittsumsatz legte um zehn Prozent zu und überschritt deutlich die 400.000-Euro-Grenze.
Quelle:handwerksblatt.de
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